Bullet Journal – Track your Life ganz ohne App

Bullet Journal Tracker

Hallo ihr Lieben,

in meinem Post zum Neustart meines Blogs, habe ich euch ja davon berichtet, dass ich mit den Bullet Journaling begonnen habe (Neustart mit Bullet Journal). Nachdem ich euch dort also das Grundgerüst eines solchen Journals gezeigt habe, stelle ich euch heute ein paar weitere Gestaltungs- und Organisationsmöglichkeiten vor.

Tracker

Ein beliebter Zusatz zum normalen Monatsüberblick sind sogenannte Tracker. Das sind im Prinzip Listen mit persönlichen Aufgaben/Gewohnheiten, die man regelmäßig kontrolliert ob man sie erfüllt hat oder nicht. Je nach Design hakt man dann das entsprechende Feld ab, setzt einen Punkt oder nutzt eine bestimmte Farbe. Hierbei geht es natürlich um die eigene Optimierung, sei es ein gesünderes Leben zu führen, produktiver zu sein oder einfach bestimmte Dinge nicht vor sich her zu schieben. Klarer wird das ganze natürlich mit Beispielen, also los geht`s:

Habbit Tracker

Den Habbit Tracker habe ich in meinem letzten Post zum Thema ja schon kurz erwähnt. Er dient dazu bestimmte Gewohnheiten zu verfolgen, z.B. wie oft habe ich in diesem Monat gesund gegessen, mehr als 2 Liter Wasser getrunken oder für die Uni gelernt. Nun kann man natürlich darauf hinweisen, sollten diese Dinge eher selten angekreuzt oder anders vermerkt werden, dann sind sie ja keine Gewohnheiten. Immerhin wird Gewohnheit laut Duden wie folgt definiert: „durch häufige und stete Wiederholung selbstverständlich gewordene Handlung, Haltung, Eigenheit; etwas oft nur noch mechanisch oder unbewusst Ausgeführtes“. Ok, also genau genommen sind die meisten Habbit Tracker nicht dazu da Gewohnheiten zu verfolgen, sondern neue zu schaffen und alte (ungesund essen, zu wenig Wasser trinken) abzulösen. In manchen Fällen, helfen sie aber auch einfach nur dabei, sich seiner Gewohnheiten bewusst zu werden und diese zu visualisieren.
In meinem Bullet Journal habe ich bisher keinen allgemeinen Habbit Tracker ausprobiert, sondern mir eher bestimmte Bereiche zum tracken herausgesucht.

Food Tracker

Zum Beispiel habe ich für September einen Food Tracker erstellt. Was heißt das genau? Ich habe auf einer Doppelseite eine Tabelle angelegt und für jeden Tag im September eine Spalte für‘s Frühstück, Mittag- und Abendessen gelassen. So konnte ich also täglich eintragen was ich gegessen habe, ohne das gleich zu bewerten. Der Vorteil hieran ist, dass man verfolgen kann, ob man sich ausgewogen ernährt, Reste aufbraucht und wie oft man selber kocht. Ergänzt habe ich das Ganze dann noch mit einem „Candy Counter“ also einem Süßigkeitenzähler. Hierbei habe ich nicht jedes Stück Schokolade oder jeden Bonbon gezählt, sondern pro Woche die Tage abgehakt an denen ich auf Süßes verzichtet habe. Habe ich jedoch zur Nascherei gegriffen wurde ein kleines Bonbon-Symbol in die Kästchen gemalt. Anfang September habe ich diesen Food Tracker voller Elan ausgefüllt und benutzt, aber ich muss zugeben, dass sich zum Ende hin die Leerzeilen häuften. Ich habe dann nämlich öfter vergessen mein Essen für den Tag einzutragen und passiert das dann ein paarmal hintereinander, weiß man manchmal einfach auch gar nicht mehr was man an dem Datum gegessen hat. Oh je, Kopf wie ein Sieb, würde ich sagen. Für den November nehme ich glaube ich aber zumindest den „Candy Counter“ wieder auf.

Bullet Jurnal Tracker

Bullet Journal – Food Tracker

Mood Tracker

Ein weiterer Tracker an dem ich mich im September versucht habe ist eine Art Gefühls-Tracker. Mit Hilfe verschiedener Farben, die einem Gefühl zugeordnet werden, habe ich versucht zu verfolgen, wie es mir in dem Monat so ging. Habe ich mich oft müde oder traurig gefühlt? Gab es viele positive Tage? Ein Mood Tracker soll dabei helfen über sein Leben nachzudenken. Bist du glücklich bei dem was du tust oder gibt es Dinge die dich immer wieder runterziehen?
Einen Mood oder Self-Care Tracker kann man zum Beispiel in Form eines Koordinatensystems mit mehreren Items eintragen (z.B. Mood, Sport, Ernährung). Für jeden Tag wird dann ein Punkt für die jeweilige Kategorie gesetzt und am Ende des Monats zu einer Linie verbunden. Das kann nützlich sein um Vergleiche zu ziehen: Bin ich glücklicher/ausgeglichener, wenn ich viel Sport gemacht oder mich gesund ernährt habe?

Self Care Tracker

Bullet Journal – Mood & Activity Tracker

Für den September habe ich eher eine spielerische Umsetzung genutzt und nur meine Stimmung mit Hilfe von Farben verfolgt. Die Ballon-Idee hatte ich einmal als Beispiel für einen Geburtstagskalender im Bullet Journal gesehen und dachte mir ich erstelle einfach ein buntes Bild zur Erinnerung an den September. Mein Problem damit war jedoch, dass es einfach zu viele unterschiedliche Stimmungen gibt, schließlich wollte ich nicht nur drei Farben mit gut, mittel, schlecht nutzen. Und so fiel es mir dann oft schwer mein Hauptgefühl des Tages raus zu filtern, immerhin war ich ja meist nicht nur müde oder den ganzen Tag entspannt. Vielleicht komme ich doch auf das Koordinatensystem zurück.

Haushalts Tracker

Ein Tracker der Mitte September dazu gekommen ist und seit dem immer einen Platz in meinem Wochenlayout findet ist der Haushalts Tracker. Er ist klein, übersichtlich und erinnert mich daran, wo in der Wohnung noch etwas zu tun ist und gibt mir am Ende der Woche ein gutes Gefühl. Natürlich sieht man Zuhause, ob man Staub gewischt oder den Abwasch erledigt hat. Der Tracker hilft aber dabei, diese Sachen wirklich in seinen Wochenplan mit aufzunehmen und sich somit auch Zeit dafür einzuplanen. Schon am Montag überlege ich so zum Beispiel, wann es am günstigsten wäre die Wäsche in dieser Woche zu machen. Müssen die Blumen gegossen werden? Ein Blick in den Tracker zeigt mir, ja, du hast ihnen das letzte Mal vor zwei Tagen Wasser gegeben.

Haushalts Tracker

Bullet Journal – Haushalts Tracker

Weitere Ideen

Ok, das sind also meine Tracker, die ich schon ausprobiert habe. Natürlich gibt es noch unzählig weitere Dinge, die man Tracken kann, z.B. den eigenen Schlafrhythmus, die Bücher die man gelesen hat, wie oft man seine Großeltern besucht, wie viele Instagram Posts man in einem Monat erstellt hat, wie viel Geld man in der Woche ausgibt und und und. Ideen und Anregungen für die Umsetzung findet ihr zahlreich im Internet, z.B. auf Pinterest oder ihr schaut mal bei den Mädels von punktkariert vorbei, hier findet ihr auch ein paar Anregungen und Ideen rund ums Thema Bullet Journal.

Tracker Ideen für dein Bullet Journal

Im Oktober habe ich bis auf den Haushalts Tracker erst einmal alle Tracker aus meinem Bullet Journal verbannt. Für den November möchte ich aber gern wieder welche aufnehmen, mal gucken was das alles so sein wird. Welcher Tracker müsste bei euch unbedingt dabei sein, bzw. würde euch wirklich helfen?

In meinem nächsten Post zum Thema Bullet Journal zeige ich euch dann noch meine Sammlungen bzw. statischen Seiten, für heute aber denke ich ist es genug. 😉

Habt einen schönen Tag!
Eure Uli von Maschenrisotto

Verlinkt bei: Creadienstag, Dienstagsdinge, Handmadeontuesday

8 Kommentare

  1. Liebe Uli,

    dein bullet Journal gefällt mir richtig gut…was hälst du davon wenn du es einfach in einen Umschlag steckst und zu mir schickst? Naaa gut Spaß bei Seite…ich mag es wirklich und finde es immer wieder faszinierend.. was für tolle Gestaltungsmöglichkeiten es gibt. 🙂

    Liebe Grüße die Nähbegeisterte

    • Dankeschön du Liebe! Ja, ich bin auch immer wieder begeistert, was man alles tolles in seinem Bullet Journal anstellen kann. Man kann wirklich sehr kreativ sein oder bei weniger Zeit es minimalistisch halten und trotzdem kommt immer etwas produktives bei raus. 🙂
      Liebe Grüße an dich,
      Uli

    • Hihi, naja, vielleicht kommt der Haushalt ja dann im Dezember dazu oder im Januar, als guter Neujahrs-Vorsatz. 😉

  2. Ach ja, ich liebe diese Journale, bekomme es aber selber nicht hin selber eins zu führen… May be irgendwann 🙂

  3. liebe uli,
    toll schaut es aus, dein BJ!
    ich bin sehr begeistert vom bullet journaling und habe das gefühl, dass mir gerade die tracker viel bringen.
    ich tracke in der wochenübersicht mein wasser – so hilfreich!
    in der monatsübersicht hab ich so einen allgemeinen tracker, den ich im november nun dreigeteilt habe: 1. so tagesroutine sachen, 2. arbeitssachen und 3. selfcare, wobei da so sachen wie diy, sport, bloggen auch drunterfallen. mal sehen wie das wird.
    oh und ich versuche im november mal meinen schlaf zu tracken…
    ein hausarbeits-tracker bräuchte ich vielleicht auch wirklich mal. das ist eine gute idee – danke für die anregung!
    liebe grüße, lisa

    • Hallo Lisa,
      ja, mir macht es auch so viel Spaß mein Bullet Journal zu gestalten. Toll, das dir die Tracker so viel bringen. Ich habe für November auch ein paar mehr Dinge zum Tracken eingeplant, mal gucken wie das wird.
      Freut mich, dass dir mein Beitrag gefällt. 🙂

      Liebe Grüße,
      Uli

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.